Damit wir deinen Rabatt zuordnen können, logge dich bitte ein, klicke danach auf FLATRATE und trage Deinen Coupon ein.

PantaRay - Deine faire Mediathek für besondere Filme

Um PANTARay für Dich optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmst Du der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen zu Cookies erhältst Du in unserer Datenschutzerklärung

OK
//

DER GESCHMACK EUROPAS

in Flatrate enthalten

Enthalten in Flatrate

Die komplette Serie / Staffel kostet 30,- € zum Kauf oder 16,- € zur Leihe (48h je Folge). Eine einzelne Folge kostet 5,- € zum Kauf oder 2,- € zur Leihe (48h). (entsprechende Auswahl nach klicken auf "Kaufen" möglich) oder kostenlos in der Flatrate.
Filmbeschreibung

Wie isst Europa? Das mehrfach preisgekrönte Serienformat „Der Geschmack Europas“ bietet Antworten auf diese Frage und begibt sich auf kulturkulinarische Landvermessung unseres Kontinents. Die Vielseitigkeit Europas ist nicht einfach zu ergründen, denn auf kleinstem Platz sind die verschiedensten Sprachen, Menschen und Kulturen zu finden. Auf jeden Fall muss man sich auf eine Reise begeben - lesend oder wandernd, am besten aber auch ...

essend und trinkend. Denn auf diesem Streifzug durch das Land und seine heimischen Küchen entdeckt man so manches über die Geschichte und Kultur Europas.

Die Portraireihe erkundet die kulinarischen Kulturen unseres Kontinents und unternimmt eindrucksvolle Streifzüge durch europäische Regionen und ihre Küchen, die geschichtliche, landschaftliche, geografische und kulturelle Hintergründe einfließen lässt. In den kulinarischen Reisereportagen kredenzt Präsentator Lojze Wieser, Gastrosoph, Autor und Verleger, fremde und vertraute Gerichte der europäischen Speisetafel. Mit außergewöhnlichen Menschen, die tief verwurzelt sind mit der jeweiligen Region, spricht er über genau diese und ihre Besonderheiten, er erforscht kulturgeschichtliche Hintergründe und würzt mit Anekdoten und dem Wissen eines leidenschaftlichen Hobbykochs und weitgereisten Feinschmeckers. Gehaltvolle Reiseberichte, in denen es um gewachsene Traditionen und um die Weitergabe des Feuers geht.

 

Folge 1 - DER SLOWENISCHE KARST

Diese Folge der kulinarischen Reise führt in Österreichs Nachbarland Slowenien - in den Karst und in die Goriška Brda, das Görzer Hügelland. Im Karst, dem kargen Land der Steine, treffen sich die mediterrane und die alpine Kultur - in architektonischer wie in kulinarischer Hinsicht. Der Karst ist eine Gegend, die traditionell die Grenze zwischen Olivenöl- und Butterregion bildet und die sich immer mit den Nachbarländern befruchtet hat. Alles, was das Land Gutes zu bieten hat, mischen die Bäuerinnen in den Eintopf Jota, der exemplarisch ist für die Vermischung der Kulturen. Der gehaltvolle Teran, Rotwein und Lebenselixier, wird verkostet, von der Bora luftgetrockneter Pršut von einem 97-jährigen Fleischermeister in hauchdünne Scheiben geschnitten, Gedichte und Loblieder auf den rauen Karst gesungen. Auch in der benachbarten Goriška Brda, dem Land der Oliven- und Obstbäume, wird das Leben im Einklang mit der Natur noch zelebriert. Zu Kaisers Zeiten waren getrocknete Zwetschken eine Delikatesse, die bis nach Wien und Lemberg exportiert wurden, heute beherrschen nur noch wenige die Kunst des Zwetschken-Schälens. Aus Wildspargel, Löwenzahn und Kräutern werden Köstlichkeiten gezaubert und mit dem gekocht, was vor der Haustüre wächst. Eine Hymne auf das einfache Leben.

 

ZUM NACHKOCHEN

BRUSKETE / BRUSCETTA / GERÖSTETES BROT MIT SPECK UND LÖWENZAHN

Rezept der Schwestern Peresin, Goriška brda/Collio

Pršut oder Schinkenspeck klein schneiden, in einer Rein zu Fett zerlassen, Löwenzahn grob gehackt unterrühren und kurze Zeit dünsten; wenn nötig salzen. Auf gerösteten Brotscheiben anrichtenund mit kleinen, gelben Löwenzahnblüten dekorieren. (Sie sind genießbar und gut für die Verdauung!)

 

 

Folge 2 - DIE INNERSCHWEIZ

In dieser Folge von "Der Geschmack Europas" begleiten wir den Verleger Lojze Wieser in die Alpen der Innerschweiz und deren Küchen. Wir besuchen den Ursprung der Basisdemokratie und entdecken Neues über unsere Nachbarn - und nicht zuletzt über uns. Ins Land der Ur-Demokratie führt Präsentator und Verleger Lojze Wieser in die Innerschweiz und in den Kanton Glarus. Auf der Rütli-Wiese wurde die Schweizer Demokratie mit einem Friedensbund gegründet, noch heute wird in Glarus die basisdemokratische Landsgemeinde abgehalten und mit der Chalberwurst gebührend gefeiert. Die raue, karge Bergwelt hat die Menschen erfindungsreich gemacht - und hat etwa den grünen Ziger, einen würzigen Käse mit Bockshornklee, hervorgebracht, das erste Markenprodukt der Welt. Der Koch und Philosoph Stefan Wiesner lässt sich von der Natur und den Traditionen inspirieren und kreiert Speisen mit Rost und Torf. Der Bet-Rufer Franz-Toni Kennel betet zu Geistern und Göttern um Schutz vor den Naturgewalten und macht auf dem Rigi-Kulm feinsten Käse. Der Wetterschmöcker Peter Sutter schmeckt das Wetter zwar nicht, weiß aber aus dem Flug der Vögel das Wetter der kommenden Monate vorherzusagen.
Die gesamte Region war aufgrund des Booms von Textilindustrie und Schiefergewinnung wohlhabend und hat frühzeitig das Verbot von Kinderarbeit (Ende des 18./ Anfang des 19. Jhdts.) und arbeitsfreundliche Industriegesetze durchgesetzt.

 

ZUM NACHKOCHEN

CHALBERWURST ODER "DEMOKRATIEWURST"

Rezept von Werner Streif, Hotel Elmer in Elm

Zubereitung der Chalberwurst (Kälberwurst) samt Zwiebelsauce:

Fein geschnittene Zwiebel werden in Butter glasig gedünstet, gestaubt, mit Féchy (Weißwein aus Waadt, Schweiz) abgelöscht, gesalzen, gepfeffert, 6 dcl Wasser hinzugefügt, 1/2 Stunde köcheln lassen, 1 dcl Rahm dazu, dann kommen die Würste in die Sauce und werden dort, beim Simmern noch 20 bis 25 Min. gesotten. Hauptbestandteile der Kälberwurst sind über 50% Kalbfleisch, weiters Schweinefleisch und Schweinefett (30-40%); Eiswasser mit Rahm und zur Zeit ihrer Erfindung seltene Gewürze (Muskat, Mazis, Salz, Pfeffer...)

Angerichtet mit gedörrten Zwetschken, die in Sternanis, Zimt, Zucker und Glarner Gewürzzucker (Nelken, Muskat. Zimt, Sandlholz von Landolt Hauser in Näfels) gekocht und zum Kartoffelstock /Pürree angerichtet.

Die Frage, warum Kalb, beantwortet Albert Hösli, Metzgermeister in sechster Generation - sein mitarbeitender Sohn ist schon die siebente. Er ist einer der sieben Fleischermeister, die die Kälberwurst schützen haben lassen - und sich damit selber Regeln auferlegt haben, sie halten sich an das Pflichtenheft der Mindest- und Maximal-Beigaben und bewahren so die "Glarner Kalberwurst IGP" als Marke und verhindern damit, dass die traditionelle "Demokratiewurst" die anlässlich der Landsgemeindeversammlungen gegessen wird, keine großen Abweichungen erfährt. Erstmals wird sie 1843 schriftlich erwähnt, der Erzählung nach wird sie seit mindestens 200 Jahren nach dieser Rezeptur hergestellt und es gab sie nur zu besonderen Anlässen. Ein Seltenheitsgericht sozusagen.
Und weil der Kälbermagen schon sehr frühzeitig zum Käsemachen Verwendung fand, wurde das sonst seltene Kalbfleisch zu einer besonderen Wurst verarbeitet und zu ganz ausgewählten Anlässen serviert.

 

ÄLPLER-MAKRONEN
Rezept von Hanruedi Fischli und Barbara Schmidthaler, Skihütte Obererbs, Elm

Die Älpler-Makronen (dicke Nudeln) werden in Salzwasser gekocht. Zwiebel fein geschnitten und glasig gedünstet, mit Wein abgelöscht, mit eineinhalb Liter Rahm verfeinert, gewürzt, geriebener Schabziger wird in großen Mengen untergerührt (das älteste Markenprodukt der Welt,eine Spezialität!), die Makronen dazugegeben und mit gerösteten Zwiebelringen bestreut serviert. Dazu wird Apfelmus gereicht. Nach Bedarf aus der Ziegermühle mit dem Schabziger nachwürzen.

 

 

Folge 3 - SIEBENBÜRGEN

In dieser Folge der Kulinarikreihe begleiten wir Lojze Wieser durch die Landschaften und Küchen Siebenbürgens. Hier treffen besonders viele Kulturen aufeinander. Die rumänische, die sächsisch-deutsche, die österreichisch-landlerische und die szekler-ungarische Kultur treffen hier seit Jahrhunderten - oft sich reibend - aufeinander. Heute begegnen sie sich in kulinarischer Hinsicht - eine friedliche Koexistenz von Speisen und Geschmäckern, wie sie in der Gegend um Hermannstadt, Sibiu, Nagyszeben spürbar wird. Die verschiedenen Volksgruppen brachten ihre Kochtraditionen mit, die in ständigem Wandel und mit Anpassungen in Notzeiten bis heute überlebt haben. Geschmäcker der Vergangenheit und neue Zutaten, wie die in Siebenbürgen wiederentdeckte Sommer- und Winter-Trüffel, wecken die Lust, in die Region zu reisen und sich vor Ort auf neue Kocherfahrungen einzulassen. Siebenbürgen in Rumänien ist ein Land der Vielfalt und der Minderheiten. Die Ungarn haben die Paprika eingebracht, die Landler die Süßspeisen und die Sachsen Wein und die reichhaltigen Mehlsuppe. Ihren Namen bekamen sie wohl von Saxones, nach dem lateinischen Stereotyp jener Zeit für Siedler aus dem Westen. Ein Land, dass Fröhlichkeit und Zuversicht verbreitet, das Innenhöfe öffnet und die Seelen; ein Land, dass ein Gefühl des Heimkommens und des Willkommenseins verbreitet; ein Land, dass immer wieder, trotz aller Wunden, zu sich kommt und die Zeit nicht allzulange mit dem Wundenlecken verbringt, auch wenn sich Kerben in die Seele kratzen. Ein Land, dass nach vorwärts schaut, dass nicht aufgibt, sich aber auch nicht offen dem Vergangenen stellt, wohl auch, weil der tieferliegende Schmerz viel schmerzhafter ist, als man es nach außen zeigt. Und ein Land, in dem Kulturen und Sprache lernen, wie Sprachen ohne Territorium überleben.

 

ZUM NACHKOCHEN

SCHWEINESCHWARTENSUPPE (CIORBA DE SORIC DE PORC)

Rezept der Familie Stoenescu Corina u. Radu, Hermannstadt, Siebenbürgen

Ein halbes Kilo Schweineschwarte wird zehn Minuten mit Lusstock/Liebstöckl/Maggikraut gekocht, das Wasser dann weggegossen, dann wieder mit Liebstöckl und Salz gekocht, bis die Schwarte, wenn man sie aus dem Topf hebt, von der Gabel fällt.
Extra Wurzelsuppe kochen, beide Suppen vermengen, ergibt ca. 8 Liter; einen halben Liter 15-prozentigem sauren Rahm und acht Eidotter verrühren und löffelweise in die Suppe einrühren. Nicht mehr kochen, die Hälfte des Gemüses passieren und zur Suppe beifügen (je 3 Zwiebel, Karotten, Sellerieknollen, Selleriegrün, viel Liebstöckl, Pastinacken, Knoblauch, eine scharfe Pfefferoni, Salz, eine geriebene Karotte andünsten und der Suppe beifügen, gibt Farbe!)
Gekochte Schwarte in 4 bis 5 cm lang, halben Zentimeter dicke Streifen schneiden, in die Suppe fügen. Mit gehacktem Liebstöckel, frisch geriebenem Kren und Knoblauchmayonaise verfeinern.
Dazu einen frischen Pfefferoni beißen.

 

 

Folge 4 - DIE TOSKANISCHE MAREMMA

Diese Folge der kulinarisch-kulturellen Reihe führt den Feinschmecker und Verleger Lojze Wieser in eine der beliebtesten Destinationen Italiens: die Toskana. In ihrem südlichen Teil verbirgt sie die herbe Maremma, in der es für Kunst- und Kulinarik-Liebhaber viel zu entdecken gibt. Die Etrusker hatten die einst sumpfige Gegend urbar gemacht. Heute treiben die Butteri, wie die Cowboys gerufen werden, die Maremanna-Rinder über die Weiden - wie vor 100 Jahren, nur heute, um die Rinderrasse vor dem Aussterben zu retten. Das Maremmanna-Rind ist nahe am Ur-Tier, dem Auerochsen und seit dem Mittelalter immer in diesem Sumpfgebiet heimisch. Es hat kaum Ähnlichkeiten mit anderen Rassen, am ehesten noch mit dem istrischen Boškarin-Rindern mit ihren breiten Hörnern. Sie sind hier völlig isoliert, fressen, was sie finden, auch die salzhaltigen Pflanzen im Sumpf. Die italienischen Cowboys - Butteri genannt, reiten auf speziellen Pferden - die Maremanno sind eine Kreuzung mit Vollblütern und Arabern. Doch nicht nur Rinder prägen das Bild der Maremma, die Lage entlang der italienischen Westküste bietet auch hervorragende Fischgründe. Der Fischer und Umweltaktivist Paolo Fanciulli gebietet der Raubfischerei auf originelle Weise Einhalt - mit Unterwasser-Skulpturen aus Carrara-Marmor und begründet damit das erste Museum unter Wasser. Einen ganzen Skulpturen-Park hat sich der der Erfinder der Eat-Art, der Künstler Daniel Spoerri (im Bild oben mit Lojze Wieser), am Rand der Maremma, mitten in den Maronihainen eingerichtet. Aquacotta, Wildschwein, Schafskäse und Wein gehören auf die traditionelle maremmanische Speisetafel, in einer Gegend, in der man vor nicht allzulanger Zeit noch so arm war, dass viele heute nicht einmal eine Lieblinsspeise der Kindheit benennen können - Hauptsache, es war überhaupt etwas auf den Tisch gekommen. Die 1492 aus Spanien vertriebenen Juden haben eine Süßspeise, "Sfrato" genannt, mitgebracht. In der auf Tuffstein gebauten, auf etruskische Wurzeln zurückblickenden Stadt Pitigliano pflegen sie noch heute ihre Kultur und Religion. Und noch eine Spezialität hat die Region hervorgebracht: Alle kennen es, jeder weiß, wie es schmeckt, doch keiner kocht es: das heute geschützten Stachelschwein. Es ist in allen Gesprächen präsent, wie ein Mythos und man weiß zu berichten, dass es früher auch verkocht wurde, auch wenn das für den Koch aufgrund des strengen Geruches ein Plage war. Doch was macht man nicht alles zur Steigerung des Genusses?

 

ZUM NACHKOCHEN

RISOTTO MIT SALSICCE UND KÜRBIS

Rezept von Massimo Maimone im Agraturismo Il Gilsimini, Scanzano, Maremma

Nacheinander Zwiebel, Salsicce und zuletzt die Kürbis werden weich gedünstet, dann Reis beigefügt und mit Wein abgelöscht, danach mit immer wieder zugefügter Suppe fertig gegart. Geriebenen Parmesan oder Pecorino unterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

 

 

Folge 5 - DIE LAUSITZ

Die Lausitz umfasst den Süden Brandenburgs und den Osten Sachsens bis hin nach Polen. Sowohl kulinarisch - berühmt für seine Spree-Gurken - als auch kulturell spannend, denn hier sind die Sorben zu Hause. Als slawische Minderheit in Deutschland anerkannt, pflegen sie zum Teil ihre Bräuche und Traditionen, die bereits von Theodor Fontane in "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" beschrieben werden. Lojze Wieser begibt sich auf Fontages Weg durch Brandenburg und Sachsen, erfährt einiges über den vielfältigen Geschmack der Gurken und die Heilkraft ihrer getrockneten Schalen, besucht Schlösser, Küchen und sogar ein ehemaliges Stasi-Gefängnis.

 

ZUM NACHKOCHEN

HANKAS GURKEN-KARTOFFELSALAT

1 geschälte grüne Gewächshaus-Gurke, 4 gekochte Kartoffeln (Pellkartoffeln) hobeln, dazu eine kleingeschnittene Zwiebel, gekochte, geschnipselte (Schnittbohnen) grüne Bohnen nach Bedarf (ca. 300 g)

Dann eine Mehlschwitze zubereiten mit ausgelassenem Speck. Mit (Bohnen)Wasser aufgießen (damit eine dicke Soße entsteht) und kräftig mit Salz, Pfeffer und Essig würzen, eine Prise Zucker dazu. Diese Soße über die Gemüsemischung gießen, umrühren und ziehen lassen. Das Ganze kann ruhig schön "saftig" sein.
(Erinnert ein bischen ans Schweinefutter, wie es die Oma früher zubereitet hat, deshalb wird es in einigen Familien auch "polećo" von "leć = gießen/ übergießen" genannt).
Noch lauwarm essen.

 

 

Folge 6 - DAS SPANISCHE GALICIEN

Galicien ist wie eine verzauberte Welt und so ursprünglich wie kaum noch ein anderer Teil Spaniens. Im nordwestlichen Eck des Landes befindet sich diese Region, die sowohl kulinarisch als auch literarisch einige Schätze zu bieten hat. Lojze Wieser erkundet die rustikale Küche und kostet die guten Weine, die durch die Santiago-Pilgerschaft seit dem Jahr 1100 viele Gaumen auf dem Jakobsweg verköstigt haben. 80 Arten von Meeresfrüchten, eine Vielfalt an Gemüse und Früchten, Kleinvieh, Schweine, Rinder, Käse, Wein und eigener Branntwein - das sind die Zutaten für die Speisen der Menschen, die zwischen Bergen und Meer ihre Geschichte erzählen. Der bekannteste Kriminalromanautor Spaniens, Domingo Villar, führt durch seine Heimat und öffnet die Türen zu geheimen und abenteuerlichen Begegnungen abseits der gängigen touristischen Klischees und ausgetretenen Pilgerwege.

 

ZUM NACHKOCHEN

EMPANADA MIT HERZMUSCHELN VON ROSALIA

Lauwarmes Wasser, Salz, im Verhältnis 1:2 Maismehl und Roggenmehl vermischen und zu einem relativ leichten Teig verrühren. Dazu vom alten Teig eine halbe Faust dazu mengen. Den Boden der Backform mit Öl verschmieren und den Teig auf dem Boden relativ dünn ausdrücken. Darauf zuvor mit Safran gedünsteten Zwiebel legen und mit Muscheln (ohne Schale) bestreuen. Den verbleibenden Teig mit etwas Mehl fester machen. Auf die Muscheln nochmals ein wenig von den Zwiebeln streuen und einen Deckel aus dem festeren Teig darauf drücken. Bei mittlerer Hitze für ca. 40 Minuten ins Rohr. Es handelt sich hier eigentlich um ein Essen der Fincas, die Ärmeren konnten sich allerdings nicht einmal die hier genannten Zutaten leisten.

 

 

Folge 7 - ISTRIEN

Die große Halbinsel Istrien reicht von Triest über Piran, von Pula bis nach Rijeka und war von jeher Zufluchtsort für Piraten, Wanderer und müde Touristen. Lozje Wieser begibt sich mit Martin Traxl auf die Spuren des Landstriches, dessen Wege von Römern, Italienern, Kroaten, Slowenen, Istro-Rumänen und nicht zuletzt auch von der österreich-ungarischen Monarchie geprägt wurden. Auf ihren kulinarisch bebilderten Wegen finden die Reisenden die Geschmäcker der durch die Jahrhunderte vermengten Kulturen und treffen Menschen, die die hohe Kunst beherrschen, alte Rezepte in moderne Gerichte zu übertragen.

 

ZUM NACHKOCHEN

SCHNECKEN

Fein geschnittene Zwiebeln mit Knoblauch, Rosmarin, Wacholder und Lorbeer andünsten. Schnecken, die einen Monat mit Polenta gefüttert wurden und eine Stunde im Salzwasser gekocht wurden, abkühlen und aus dem Gehäuse nehmen. In die vorbereitete Sauce geben, nudelig geschnittene Kartoffel dazu, mit Wasser und Rotwein aufgießen und weiterkochen, bis die Kartoffeln durch sind.

 

 

Folge 8 - DAS GRIECHISCHE EPIRUS

Lojze Wieser beschreitet in dieser Folge in Epirus, einer geschichtsträchtigen Region im Nordwesten Griechenlands, antike Pfade und reist von Ioannina über Metsovo ins Pindusgebirge hin zur Vigoschlucht. Auf seiner Reise befragt er das neue Orakel von Dodoni, steigt hinab in die Tiefen des Hades, lauscht archaischen Hirtenliedern, tanzt Sirtaki und kocht Magiritsa - eine traditionelle Suppe, die nach den orthodoxen Osternachts-Feierlichkeiten gereicht wird.

 

ZUM NACHKOCHEN

GROSSE WEISSE BOHNEN MIT LÖWENZAHN

Bohnen (mit Einweichwasser) wie üblich im gesalzenen Wasser kochen, bis sie bissfest sind. Abseihen. Dann kommen Kräuter (gute 4 - 5 Doppelfäuste Löwenzahnblätter bei einem halben Kilo Bohnen), Salz, edelsüßer Paprika, etwas Pfeffer, geriebene Tomaten (eine große Tomate darüber reiben), eine gute Menge (1/2 - 3/4 Liter) Ölivenöl dazu, mit Paprika bestreuen. Mit Händen vermischen. Mit kleinem Gläschen Wasser übergießen. Ins Backrohr bei 200 Grad, ca. 30 Min. bis die Kräuter weich sind.

In dieser Gegend gab es kaum Ton, daher wurde mit Kupfergefäßen gearbeitet. Mitgift ist meist auch ein Set aus Kupfertöpfen.

 

 

Folge 9 - FLANDERN

Auf seinem Streifzug durch Europa begibt sich Präsentator Lojze Wieser, seines Zeichens Autor, Verleger und Gastrosoph in dieser Folge nach Flandern. Flandern ist ein Schlaraffenland für Genießer und Feinschmecker. Die Dichte an Haubenlokalen und Gourmettempeln ist unübertroffen. Und doch hat die Region auch kulinarische Seiten, die unbekannt und beinahe in Vergessenheit geraten sind: Marktstände, an denen Schnecken, das wohl langsamste Fastfood der Welt, in Form einer würzigen Suppe angeboten werden, Pferdefleisch als Delikatesse, die eigentlich vom Papst per Dekret bereits im 8. Jahrhundert verboten wurde, und Pommes frites, die ihren legendären Geschmack vom Rindertalg erhalten. Belgien ist ein Bierland. Auf den wenigen Grünflächen zwischen den Städten wächst Hopfen, aus dem neben Bier auch Risotto, Salat, Gemüse oder sogar Eis hergestellt wird. Circa tausend Biersorten löschen in Flandern den Durst und sie könnten unterschiedlicher nicht sein: von süß bis herb, von rot bis goldgelb, mit Kirschen oder nur herbem Hopfen, blond oder dunkel, stark oder nach der Lambic-Methode fein-säuerlich. In Oostduinkerke trifft Lojze Wieser auf die letzten Pferdefischer, die nach jahrhundertealter Tradition bei Niedrigwasser zu Pferde Krabben fangen. Er geht in Brügge der Geschichte der Praline auf den Grund, schmökert in Antwerpen im ersten Diätbuch, verfasst im 17. Jahrhundert , beobachtet Affineure beim Verfeinern von Käse und bestaunt an den Brüsseler Hausfassaden überlebensgroße Comics.

 

 

Folge 10 - DAS KÄRNTNER GAILTAL

Diesmal geht es ins Kärntner Gailtal, einer Gegend, die vom Durchzug der Menschen und von der Nähe anderer Kulturen gekennzeichnet ist. Nah an der Grenze zum Kanaltal vereinigen sich auf den Gailtaler Almen die Zubereitungsmethoden des Gailtaler Specks und des Gailtaler Almkäses, deren Besonderheit nicht einmal die Kriegswirren vor 100 Jahren unterbrechen konnten. Dass Gebirgsketten zwar Länder, aber nicht regionale und kulturelle Zusammengehörigkeit trennen können, zeigt sich unter anderem in den Cjalzons - der italienischen Variante der Kärntner Kasnudeln, auch Gailtaler Krapfen genannt. Auch das Slowenische, oft auch als "Windisch" benannt, ist im Tal lebendig und in Bräuchen, Traditionen und Speisen präsent.
Das Tal mit zwei Namen, Zilja im Slowenischen, zu Deutsch Gail - fußend auf illyrischen, lateinischen und altslowenischen Ableitungen -, begeistert mit seiner weitgehend intakten Natur. Ingeborg Bachmann nannte das Tal gar einen "Zauberatlas". Die Region hat durchaus auch schräge Vögel hervorgebracht, Querdenker, Wissenschafter, Grammatiker, Poeten und Künstler, die ihre Kreativität aus dieser jahrhundertelangen Reibung schöpfen. Lojze Wieser trifft auf seiner Reise auf Menschen, die das Sterbende, das Abgeschobene und fast Vergessene mit Kenntnis alter Erfahrungen wiederbeleben. Er begleitet Noriker-Pferde in den Wald, um Holz zu schleifen, kostet auf der Alm von der wohl einzigartigen Gailtaler Frigga, beobachtet die Fischer in der Gail, probiert die besten Rohziegenkäse und lernt selbstverständlich auch, worauf es beim "Krendeln" der Kärntner Nudel ankommt.

 

ZUM NACHKOCHEN

KARTOFFELFRIGGA MIT POLENTABEILAGE
Rezept von Brunhilde Sagmeister, Stranig-Alm

Ein gutes Stück Original Gailtaler Speck (Bauch/Karree) wird gewürfelt und in der Pfanne glasig gedünstet. In der Zwischenzeit werden gekochte Kartoffeln in Scheiben geschnitten.
Fein gehackter Zwiebel wird in Schmalz goldgelb angebraten und Apfelscheiben von zwei Äpfeln mitgeröstet. Danach gibt man die Kartoffelscheiben dazu, zerstampft diese grob und röstet die Mischung unter fleißigem Rühren weiter.
Gailtaler Almkäse wird nun grob gerieben und auf die Kartoffel-Apfel-Zwiebelmasse gestreut, die Masse gut angedrückt und zugedeckt. Wenn der Käse Fäden zieht alles umdrehen und auf der zweiten Seite ebenfalls anbraten.
Als Beilage feine Polenta in kochendes Wasser einrühren (Verhältnis 3 Teile Wasser, 1 Teil Polenta), überflüssiges Schmalz von der Frigga dazu gießen und mit Butter verfeinern, Polenta einige Minuten - max. 10 Minuten - ziehen lassen. (Grobe Polenta benötigt bis zu 30 Minuten.)

Die Polenta mit einer Schöpfkelle zu einer Halbkugel formen und auf einem Holzteller mit einem Stück Frigga servieren.

 

Quelle: Florian Gebauer / ORF / 3sat / WDW Film
 
 

mehr
Filminformationen
Regie: Martin Traxl // Florian Gebauer
Darsteller: Ljoze Wieser // Cornelius Obonya
Sprache: DtF = Deutsche Fassung
Ton: Stereo 2.0
Erscheinungsjahr: 2013
Produktionsland: Deutschland
Dauer: 305 Min
FSK: [Lehr- und Infoprogramm]
das könnte dir auch gefallen
das könnte dir auch gefallen
in Flatrate enthalten
BETTY WOULD GO – RIDE WAVES - SURF LIFE - SAVE THE OCEAN
in Flatrate enthalten
SCHWEIZER GEIST
in Flatrate enthalten
AFRICAN SAFARI ADVENTURE
in Flatrate enthalten
Sansibar - Das Inselparadies Afrikas
in Flatrate enthalten
Fascinating India
in Flatrate enthalten
ZOO VIENNA - DER TIERGARTEN IN SCHÖNBRUNN
in Flatrate enthalten
USA - A West Coast Journey
MASTER CHENG IN POHJANJOKI
in Flatrate enthalten
LAPLAND - SNOW ADVENTURE
in Flatrate enthalten
UM KLASSEN BESSER
in Flatrate enthalten
DER ZEITREISENDE - JOURNEY OF LOVE
ST. VINCENT
SPIRITUAL JOURNEY THE JOURNEY WITHIN
CHAMPAGNER & MACARONS - EIN UNVERGESSLICHES GARTENFEST
in Flatrate enthalten
WILDES SUMPFLAND USA
in Flatrate enthalten
DAS GESETZ DER RESONANZ
in Flatrate enthalten
MADAME AURORA UND DER DUFT VON FRÜHLING
CHECKER TOBI UND DAS GEHEIMNIS UNSERES PLANETEN
in Flatrate enthalten
SYMPHONIE DER TIERE
MAGISCHES ISLAND - Leben auf der größten Vulkaninsel der Welt
in Flatrate enthalten
DIE KÖNIGIN DER ERDMÄNNCHEN
in Flatrate enthalten
BEING WITH ANIMALS
in Flatrate enthalten
PERFECT WAVE  - MIT DIR AUF EINER WELLE
in Flatrate enthalten
DER MAGISCHE SEE
in Flatrate enthalten
MIND SLOWING CINEMA - ZEIT FÜR ACHTSAMKEIT
AMAZONIA - ABENTEUER IM REGENWALD
in Flatrate enthalten
AWAKE 2 PARADISE - Ein Reiseführer ins Leben
in Flatrate enthalten
Azoren - Sehnsuchtsinseln für Entdecker
in Flatrate enthalten
FINDE DICH
in Flatrate enthalten
Der Bauer und sein Prinz
in Flatrate enthalten
HIRO - DER KLEINE SCHNEEAFFE
GEHEIMNISVOLLES MITTELMEER
in Flatrate enthalten
CLOSE-UP - DAS HERZ DER VIELFALT
in Flatrate enthalten
DIE OSTSEE VON OBEN
in Flatrate enthalten
LEBE DEINE TRÄUME
DIE MAGIE DER TRÄUME
DAS GRÜNE WUNDER UNSER WALD
FISHERMANS FRIENDS
in Flatrate enthalten
SLOW SEX - WIE SEX GLÜCKLICH MACHT
in Flatrate enthalten
ALEX & EVE
in Flatrate enthalten
RIO DE JANEIRO, BRAZIL!
in Flatrate enthalten
DIE 7 NÄCHTE DES TANTRA
in Flatrate enthalten
SO SCHLÄFT DIE WELT
in Flatrate enthalten
DER ATMENDE GOTT – Reise zum Ursprung des modernen Yoga
in Flatrate enthalten
Rasa Yatra - Eine spirituelle Reise ins Herz Indiens
in Flatrate enthalten
Yogawoman
in Flatrate enthalten
LIEBE AUF DEN ERSTEN SCHLAG
ES WAR EINMAL…
in Flatrate enthalten
DER GESCHMACK EUROPAS
in Flatrate enthalten
AWAKE - Ein Reiseführer ins Erwachen
youtube
Fecabook
Instagram
Twitter
Telegram
VISA
MASTERCARD
PayPal
SOfort